Lehrreiche Tage und schlaflose Nächte auf der SV-Fahrt im Herbst 2023 

von Julia Reinig

Die SV-Fahrt vom 9. bis zum 13. Oktober 2023 in die Jugendbildungsstätte Kaubstraße war aufregend, spannend, lustig, lehrreich und gechillt. Wichtige Themen, zu den wir viel diskutiert haben, waren: Verbogenes Besteck in der Aula, Wer sitzt wo in der Aula?, Sauberkeit auf den Toiletten und die Schulspinde.

Ein Bericht von Ellie

(Klassensprecherin der Koalaklasse 6c)

„Am Montagmorgen stehe ich am Hexentor und warte, dass es losgeht – ich bin mir sicher, allen anderen Klassensprecher*innen geht es genauso. Ich verabschiede meine Freundinnen und Eltern (diese Stelle ist die traurigste im ganzen Bericht), bis es endlich losgeht. Als wir in der Straßenbahn sitzen, unterhalte ich mich mit Frau Reinig und schaue mich um, mit wem ich eine Woche verbringen werde. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, wer von den Erwachsenen alles mitkam: es waren Herr Bressel, Frau Mohammadi und, wie schon erwähnt, Frau Reinig. 

Aber jetzt zum wichtigen Teil: dem Ankommen. Wir werden nett begrüßt und machen uns sofort über das leckerste Frühstück Deutschlands her. Danach geht`s an die Zimmerverteilung und schon startet das erste Seminar, der tägliche Ablaufplan war Seminar, Pause, Seminar, Mittagessen, Freizeit, Seminar, Abendessen, Freizeit und Schlafengehen.  

Doch der erste Tag war noch nicht vorbei…In ungefähr allen Zimmern war Quatschen angesagt- auch in meinem Zimmer! Wir waren zu fünft plus einige Kuscheltiere. Eins von ihnen war echt abgefahren und bekam in jener Nacht einen Namen. Es war ein prima erster Tag in der Kaubstraße – und so viele Tage lagen noch vor uns! 

Am Dienstag waren wir noch relativ ausgeschlafen: Der Tag lief ähnlich ab wie der erste- nur dass wir zusätzlich noch viel Tischtennis spielten – und zwar in jeder einzelnen Pause. Spielten wir mal nicht Tischtennis, so war Volleyballspiel angesagt… Beides war ziemlich cool! Sowohl Dienstag, als auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag haben wir viel gespielt, aber noch mehr gelernt. Freitag endete der Tag allerdings schon nach dem Mittagessen.  

Jeden Morgen wurden wir von jemandem aus der Kaubstraße freundlich mit einem Spiel, einer Morgenrunde und einem Tagesplakat begrüßt. Im Ablauf unterschieden sich die Tage nur wenig voneinander. Ein Tag war vor allem von Wahlen bestimmt: Zunächst wurde uns erklärt, was wir wählen konnten und für was wir uns zur Wahl stellen durften. Folgende Ämter wurden gewählt: der/die Vertrauenserwachsene, Vertreter/innen für die Gesamtelternkonferenz, Vertreter/innen für die Gesamtkonferenz, und Vertreter/innen für die Essenskommission. Ich war sehr aufgeregt während der Wahlen, doch ich überlebte es knapp.  

An den anderen Tagen wurden wir meistens in Kleingruppen eingeteilt, um über verschiedene Themen zu sprechen, wie zum Beispiel die Sauberkeit auf den Toiletten, die Nicht-Nutzung von Schimpfwörtern oder die Privatsphäre in den Spinden – das fand ich sehr spannend! 

Mittwochmorgen ging es drunter und drüber, denn es war ein Geburtstagskind unter uns, das war besonders cool! Außerdem haben wir 007 gespielt, was viel Spaß gemacht hat. Abends machten wir einen nächtlichen Ausflug zum Spielplatz und spielten im Dunkeln Fußball. Ein Riesenspaß! 

Der Donnerstag war der Tag, auf den sich alle am meisten gefreut hatten, denn es sollte ein Kinoabend stattfinden und wir wollten – worauf sich manche gefühlt noch mehr freuten – zum Netto gehen, um Süßigkeiten zu kaufen. So wurde es gemacht und am Abend entschieden wir uns demokratisch für den Film Gangster Gang, der knapp vor Zoomania gewann. Nach dem Film war allen übel, denn wir hatten nicht nur zu viele Süßigkeiten gekauft, sondern auch gegessen. Freitag hieß es Abreise! Es gab ein Gerumpel und Gepumpel in den Zimmern, Koffer rollten, Besen fegten und Kissen wurden geschüttelt, das die Federn flogen. Es ging an ein letztes wunderbares Frühstück und danach ein allerletztes Seminar und schon saßen wir wieder in der Bahn. An der Schule angekommen war ich traurig, aber das änderte sich schnell als ich meine Mama und meine beste Freundin Ida auf mich warten sah. Als dann auch noch meine zwei anderen besten Freundinnen auftauchten, war ich plötzlich wieder sehr glücklich.  

Es war wunderschön und lehrreich in der Kaubstraße und ich hoffe, ich darf bald wieder für eine Schulwoche dort einziehen.“